Prof. Dr. Helge Bode, Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie
Bakterien und Pilze sind überall. Sie sorgen dafür, dass Brot aufgeht, Käse reift oder Bier und Wein entstehen. Ohne sie gäbe es aber nicht nur viele unserer Lebensmittel nicht – auch Waschmittel, Antibiotika und zahlreiche andere Medikamente verdanken wir Mikroorganismen. Gleichzeitig bergen sie noch immer ein enormes Potenzial für die Entwicklung neuer Wirkstoffe.
Beim Heimspiel Wissenschaft zeigt Prof. Dr. Helge Bode, warum ihn gerade diese winzigen Lebewesen seit vielen Jahren faszinieren. Er erklärt, wie Forschende die Natur nach neuen Wirkstoffen durchsuchen und warum Bakterien und Pilze bis heute eine der wichtigsten Quellen für medizinische Innovationen sind. Dabei geht es nicht nur darum, neue Naturstoffe zu entdecken. Sein Forschungsteam untersucht auch, wie sich natürliche Prozesse verstehen und nachahmen lassen, um Wirkstoffe gezielt zu verbessern und neue Medikamente zu entwickeln.
In seinem Vortrag macht Helge Bode deutlich, wie eng Chemie und Mikrobiologie zusammenarbeiten und warum wissenschaftlicher Fortschritt – ähnlich wie in einem Musikverein – nur gelingt, wenn viele unterschiedliche Expertisen zusammenspielen. Besucherinnen und Besucher erhalten spannende Einblicke in die Forschung am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und erfahren, wie aus Mikroorganismen möglicherweise die Medikamente von morgen entstehen.
Helge Bode ist in Langenhain aufgewachsen und war viele Jahre als Flötist und Trompeter bei den „Tannenjägern“ und den „Sandy Boys“ aktiv. Außerdem spielte er Volleyball beim TSV Oberdünzebach. Nach dem Abitur 1992 studierte er Chemie und Biologie in Göttingen. Über Stationen in Stockholm, Braunschweig, Stanford, Saarbrücken und Frankfurt führte ihn sein wissenschaftlicher Weg schließlich nach Marburg, wo er seit 2021 am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie forscht. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit diskutiert er regelmäßig mit Schulklassen und der interessierten Öffentlichkeit über Mikrobiologie und Wirkstoffforschung – und freut sich besonders darauf, mit seinem Heimspiel Wissenschaft in seine Heimat zurückzukehren.






