Lade Veranstaltungen

Prof. Dr. Regine Kahmann, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Huitlacoche gilt in Mexiko als Delikatesse, in der Landwirtschaft ist derselbe Pilz als Maisbeulenbrand bekannt und eine Plage: Ustilago maydis befällt Maispflanzen, verursacht auffällige Wucherungen und führt zu hohen Ernteausfällen. Für die Mikrobiologin Regine Kahmann wurde dieser Erreger zu einem zentralen Forschungsobjekt. Ihre Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, die Infektionsstrategien des Pilzes zu entschlüsseln und neue Ansätze zur Bekämpfung der Pflanzenkrankheit zu eröffnen.

In ihrem Vortrag zeichnet Regine Kahmann ihren Weg in die Wissenschaft nach, berichtet von prägenden Stationen im In- und Ausland und gibt Einblicke in zentrale Entdeckungen ihrer Forschung. Im Mittelpunkt stehen die besonderen Mechanismen, mit denen Erreger ihre Wirte befallen – vom Bakteriophagen Mu bis zum Maispilz Ustilago maydis. Beide Organismen wurden durch Kahmanns Arbeiten zu wichtigen Modellen der modernen Mikrobiologie.

Für Regine Kahmann ist das Heimspiel eine Rückkehr an den Ort ihrer frühen Kindheit. Geboren in Staßfurt, verbrachte sie die ersten vier Jahre auf dem Hof ihrer Familie in Langenweddingen. Die Evangelische Sankt Georg Kirche, in deren Gemeindesaal das Heimspiel stattfindet, ist dabei eine wichtige Lebensstation: In dieser Kirche wurden sie getauft. Die deutsch-deutsche Teilung führte jedoch dazu, dass sie ihre wissenschaftliche Karriere in der BRD begann. Stationen waren neben Göttingen, Berlin und München auch das Cold Spring Harbor Laboratory in den USA. Schließlich war sie von 2000 bis 2019 Direktorin am Max-Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg und Professorin für Genetik an der Philipps-Universität Marburg.

Mit der Veranstaltung in Langenweddingen beteiligt sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina erstmals mit einem ihrer Mitglieder an „Heimspiel Wissenschaft“.

 

 

Fotonachweis Keyvisual: AdobeStock | Iwona

Nach oben