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Alexander Klimek, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg

Mal eben in den Süden, übers Wochenende nach London, einmal im Leben über den Atlantik – Fliegen gehört für viele von uns einfach dazu. Doch kaum etwas belastet das Klima so sehr wie eine einzige Flugreise. Beim Auto wissen wir inzwischen: Strom aus Wind und Sonne macht klimafreundlichen Straßenverkehr möglich. Aber beim Flugzeug? Ein Akku, der ein volles Flugzeug über den Ozean tragen könnte, wäre so schwer, dass die Maschine niemals abheben würde. Flugzeuge brauchen also noch lange flüssigen Treibstoff. Bleibt uns am Ende nur das schlechte Gewissen mitzufliegen – oder gibt es einen Ausweg?

Genau hier setzt die Forschung von Alexander Klimek an. Seine Idee – und die vieler Forschender weltweit: Was wäre, wenn wir den Rohstoff für Kerosin nicht mehr aus der Erde pumpen, sondern auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen? Aus dem CO₂ der Luft, aus Wasser und aus grünem Strom lassen sich nachhaltige Flugkraftstoffe herstellen. Dieser Treibstoff verbrennt wie gewohnt im Triebwerk, setzt dabei aber nur so viel CO₂ frei, wie der Luft vorher entzogen wurde. Das Problem: So eine Anlage zu bauen ist kompliziert – Ingenieurinnen und Ingenieure stehen vor unzähligen Möglichkeiten, welche Prozesse sich miteinander kombinieren lassen und welche Rohstoffe am besten geeignet sind. Klimeks Werkzeug ist der Computer: Mit cleveren Rechenmodellen und einer Portion künstlicher Intelligenz sucht er nach dem günstigsten und nachhaltigsten Weg – damit klimafreundlicher Treibstoff irgendwann kein Luxusgut mehr ist.

In seinem Vortrag nimmt er sein Publikum mit hinter die Kulissen seiner Forschung – ganz ohne Formeln und Mathematik, dafür mit anschaulichen Beispielen und der einen oder anderen überraschenden Erkenntnis. Alexander Klimek ist Doktorand und Verfahrensingenieur am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg. Aufgewachsen ist er in Eilsleben, sein Abitur machte er ganz in der Nähe – im benachbarten Wanzleben, gewissermaßen auf halbem Weg zwischen Heimatort und Magdeburg. Auch zum Studieren blieb er der Region treu: An der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg erlangte er den Bachelor und Master im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen für Verfahrens- und Energietechnik. Mit Eilsleben verbindet ihn aber weit mehr als die Herkunft – seit seiner Kindheit ist er Mitglied im Eilslebener Sportverein und hat dort über viele Jahre das Vereinsleben aktiv mitgestaltet. Was ein echtes Heimspiel ist, weiß er vom Sportplatz also bestens – und freut sich umso mehr, diesmal seine Forschung in der Heimat vorzustellen.

Im Anschluss bleibt in entspannter Runde Zeit mitzudiskutieren und Fragen zu stellen – zum Thema selbst oder einfach zum Leben als Wissenschaftler. Der Vortrag ist öffentlich, kostenlos und für Groß und Klein geeignet. Für Getränke und Häppchen ist gesorgt.

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