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Maria Holzapfel, Leiterin der Forschungseinheit „Virusproduktion“ am Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Psychische Erkrankungen ziehen sich durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten. Stress, Burnout oder Depressionen beeinflussen das zwischenmenschliche Zusammenleben immer mehr. Doch wie kann man sie bestmöglich erforschen, um Therapien effizienter zu machen?

Damit befasst sich Maria Holzapfel in ihrer Laborarbeit zur Virusproduktion – denn die aktuelle Forschung zeigt: Viren können dafür eingesetzt werden, um genetische Informationen in Zellen zu transportieren. Was zunächst bedrohlich klingt, ist tatsächlich ungefährlich und obendrein ziemlich hilfreich. Die modifizierten Viren dienen als Taschenlampen, um sichtbar zu machen, welche Gehirnareale bei bestimmten Reizen oder auch bei fehlenden Reizen aktiv sind. Sie sind außerdem in der Lage, Veränderungen in bestimmten Zellen herbeizuführen. Das kann helfen, Gehirnaktivitäten bei psychiatrischen Erkrankungen aufzudecken und besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse können schließlich genutzt werden, um entsprechende Therapien zu entwickeln oder effizienter zu machen.

Maria Holzapfel wohnt seit über 10 Jahren in Schwabmühlhausen, Langerringen, und freut sich ihre Erkenntnisse aus dem Labor mit Heimspiel Wissenschaft in ihre Wahlheimat zu bringen. Denn auch auf dem Land sind psychiatrische Erkrankungen mehr und mehr Thema. In ihrem Vortrag möchte sie daher Einblicke in die Forschung geben und zeigen, wie spannend die Arbeit im wissenschaftlichen Labor sein kann.

Wer sich näher für die Arbeit der Forschungsgruppe interessiert oder einfach ins Gespräch mit Maria Holzapfel kommen möchte, ist herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es noch die Möglichkeit, bei einem freien Austausch Fragen zum Thema oder zur Arbeit in der Wissenschaft zu stellen. Für Getränke und Häppchen ist gesorgt.

 

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